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Auszug:
Welcher
Club für den
Anfänger?
Für
mich ganz klar: Der Maihof. Ich gebe zu,
voreingenommen zu sein.
Treffs
für Paare sind so unterschiedlich wie
Restaurants. Es gibt ganz wenige sehr
gute, einige gute, einige
mäßige und leider sehr, sehr
viele schlechte und ganz schlechte. Wie
kann man sich davor schützen, in
einem miesen Haus unangenehme Erfahrungen
zu sammeln?
Zunächst
muß man wissen, worin sich die guten
von den schlechten unterscheiden. Da
spielen auch Äußerlichkeiten
eine Rolle: Macht das Ganze schon von
aussen einen ungepflegten, lieblosen,
verlotterten Eindruck, kann man innen
nicht viel mehr erwarten. Aber allein
entscheidend ist das nicht.
Das
allerwichtigste ist ein gutes Publikum.
Die wunderbarsten Räume, das
herrlichste Schwimmbad, alles vom Feinsten
und Teuersten ist dennoch für die
Katz, wenn darin Prostituierte mehr oder
minder lustlos ihrem Gewerbe nachgehen.
Wenn die Männer, die 300 Euro oder
mehr für eine Dirne bezahlt haben, im
Haus herumkreisen wie gierige Geier und
sich auf jede Frau stürzen -
irgendwie muß das Geld in Form von
Lust wieder hereinkommen. In solchen
Häusern ist die Stimmung mies,
fühlt man sich nicht wohl. Den Besuch
sollte man der eigenen Partnerin (meist
sind die Männer die treibende Kraft)
nicht zumuten, denn man stellt sie auf
dieselbe Stufe wie diejenige, für die
das nur ein gut bezahltes Geschäft
ist.
Umfunktionierte
Bordelle?
Es
gibt einige Bordelle, die an bestimmten
Tagen - meist Samstags (denn da
können die verheirateten Freier sich
nicht wegstehlen) auch für Paare oder
sogar nur für Paare geöffnet
sind. Von keinem hat man vernommen,
daß das einigermaßen
funktionieren soll. Es gelingt nicht, am
Samstagmorgen die Fenster zu öffnen
und sozusagen mit dem Mief auch die
Bordell-Atmosphäre loszuwerden. Zum
Glück pflegen sich Bordelle nicht zu
tarnen. Wenn man die Anzeigen aufmerksam
liest, kann man leicht erkennen, daß
hauptsächlich für den
"anspruchsvollen Herren" einiges geboten
wird.
Sie,
ihn und Paare - auch
Bordelle?
Manche
Sex-Clubs werben mit dem Slogan: "Für
Sie, ihn und Paare". Manchmal nennen sie
sich auch "Partys mit
Herren-Überschuß". Einzelne
Herren zahlen einen sehr hohen Eintritt,
Paare zahlen nur wenig oder gar nichts und
Damen sowieso nichts. Das hört sich
schön an, funktioniert in der Praxis
aber nur ganz selten. Meist sind solche
Clubs auch nichts anderes als verkappte
Bordelle, aus dem die "Damen" mit mehr
Geld in der Handtasche herauskommen, als
sie beim Hineingehen drin
hatten.
Auf
der Messe Venus 2 000 in
Berlin hatten wir einen großen
Stand, der auch von vielen Club-Besitzern
besucht wurde. Einen habe ich gefragt,
warum er vom reinen Pärchenclub nun
auf einen Club für
Herren-Überschuß umgeschenkt
ist. Das ist der neue Trend.
Dabei war er mit seinem reinen
Pärchenclub nie sehr erfolgreich und
selbst jetzt läuft der Laden auch nur
so lala. Und so geht das oft: Selbst bei
bester Absicht der Inhaber kommen nur 1-2
Paare, die nichts oder ganz wenig zahlen.
Es kommt oft keine, manchmal eine Dame,
die gar nichts bezahlt. Und es kommen
viele, viele Herren, die sehr viel
bezahlen. Da aber mangels Damen nichts
läuft, kommen die Herren auch nicht
wieder. Es sei denn - na was wohl? - die
Betreiber heuern einige Damen
an, die sie diskret bezahlen. Also
Vorsicht vor solchen Häusern.
Warum
funktioniert das
nicht?
Frauen
und Männer sind gleich, das
sehen die Gesetze vor. Die Wirklichkeit
gleicht sich diesem Ideal langsam aber
stetig an. Es gibt immer mehr Frauen, die
in gehobenen Positionen tätig sind,
manche
Männer-Domänen sind
noch übrig, aber sie bröckeln
ab. Diese rechtliche und soziale
Gleichstellung darf aber
selbstverständlich nicht mit
biologischem Gleichsein in einen Topf
geworfen werden.
Binsenwahrheit:
Die Frauen können Kinder kriegen, die
Männer nicht. Aus dieser
Aufgabenteilung der Natur ergeben sich
auch verschiedene Verhaltensweisen. In der
Grundtendenz sind Männer zur
Erhaltung der Art darauf programmiert.
möglichst viele Frauen zu begatten.
Frauen hingegen sind - zumindest im
Prinzip - nur bedingt bereit, sich
befruchten zu lassen, an manchen Tagen,
die im alten Testament als
unrein bezeichnet wurden,
lehnen sie jeden Sex-Kontakt ab. Viele
Frauen verbinden Sex mit Nähe,
Wärme, Liebhaben, viele Männer
verbinden Sex mit Entladung aufgestauter
Spannung, das geht zwar besser mit, zur
Not aber auch ohne Nähe, Wärme,
Liebhaben. Deswegen gibt es
ungezählte Bordelle, in denen Frauen
Liebesdienste anbieten, aber nur in
krassen Ausnahmefällen das Angebot
von Männern, Liebesdienste gegen
Bezahlung zu verrichten. Hinzu kommt:
Frauen müssen nicht potent sein, es
genügt, notfalls den Akt über
sich ergehen zu lassen, ist ein Mann nicht
potent, klappt gar nichts.
Wie
immer gibt es Ausnahmen, die die Regel
bestätigen. Die Clubs für Sie,
ihn und Paare wenden sich an solche
Ausnahmen, nämlich an die Frau, die
nicht genügend Sex bekommt und
deswegen in einen Club geht, um sich von
vielen Männern beglücken zu
lassen. Solche Frauen gibt es. Ich
erinnere mich da an eine Amerikanerin, die
sich auf den Tisch stellte, als die Helden
müde waren, die Beine spreizte und
rief:Who wants me? Aus meiner
Erfahrung aus über 20 Jahren
Clubleben würde ich schätzen,
daß es auf 2 000 normale
Frauen eine solche gibt. Und muß die
in einen Club gehen? Es genügt doch,
einen Mann ein wenig provokant
anzulächeln und schon nimmt er die
Fährte auf. Es ist also eine ganz
unwarscheinliche Theorie, daß die
nymphomanisch veranlagte Frau in einen
Club geht, sich dort von vielen
Männern befriedigen lässt zur
Freude des Club-Besitzers, der ohne
eigenes Zutun Millionär wird.
Möglich
sind solche Clubs durch die offenbare
Unkenntnis der Gewerbeämter. Diese
Etablissements fallen nämlich unter
das Gaststätengesetz, wenn der
Mitgliederkreis nicht von vorn herein auf
eine kleine Zahl fester Mitglieder
begrenzt ist.(OVG Münster XIV B
249/76). Das trifft auf alle Clubs zu,
egal ob sie nur für Pare oder
für alle geöffnet sind. Deswegen
hat der Maihof auch eine
Gaststätten-Vollkonzession.
Werden
"Damen" vermittelt?
Bleiben
die Clubs, die n u r P a a r e zulassen.
Auch das stimmt nicht immer so. Mangels
Besuch werden auch schon mal
Damen vermittelt. Da kann man
einen einfachen Test machen. Der Herr ruft
an, behauptet, er sei schon mehrfach
dagewesen - kein Clubinhaber kann sich
alle Vornamen merken - nur diesmal
könne die Partnerin nicht. Ob er
nicht jemand vermitteln oder wenigstens
eine Tel. Nr. nennen könnte? Ganz
vertraulich, selbstverständlich!
Jedem Club bieten sich "Hostessen" an, in
der Hoffnung, ins Geschäft zu kommen.
Ein seriöser Clubinhaber wird dieses
Ansinnen ablehnen.
Werden
"Hostessen" geduldet?
Ein
zweiter Test: In jeder Großstadt
gibt es Vermittlungsagenturen, die
"Begleiterinnen" oder "Hostessen"
anbieten. Der Herr fragt nach einem
Mädchen, das er in einen ganz
bestimmten Club mitnehmen möchte. Nun
kann in einen gut geführten Club eine
"Hostess" höchstens 2-3 mal mit immer
einem anderen Mann gehen, dann ist sie
erkannt und wird gebeten, nicht mehr zu
kommen. Das Mädchen wird also nicht
sehr interessiert sein, in diesen
bestimmten Club zu gehen und einen anderen
Club vorschlagen, in dem sie keine
Probleme hat und vielleicht sogar noch ein
kleines "Geschenk" des dankbaren
Clubinhabers erwarten kann, für den
sie ja ein Dauergast ist.
Ist
man schon mal im Club drin, so sollte man
immer noch die Augen offen halten. Kein
Clubinhaber kann dafür garantieren,
daß nicht doch eine Prostituierte
mit einem Freier auftaucht. Die Frage ist
nur, ob die gleiche mit immer anderen
Männern mehrfach kommen darf. Da darf
es den Gast bedenklich stimmen, wenn beim
Eingang die Dame mit großem Hallo
begrüßt wird, während der
Herr nur mit einem Kopfnicken bedacht wird
und es darf ihn auch bedenklich stimmen,
wenn die "tollsten" Frauen ständig
nur an der Bar herumhocken oder sich
sonstwohin verkrümeln, während
"er" auf der Jagd ist. Schon die
unschuldige Frage: "Liebling, magst Du
Milch im Kaffee?" kann - muß aber
nicht immer - den Argwohn erregen,
daß man sich eben erst auf dem
Parkplatz kennengelernt hat.
Dem
eigenen Mann "etwas Gutes" gönnen.
Es
sind nicht nur Prostituerte, die als
sogenannte "Eintrittskarten" mitgehen,
weil er alleine nicht hineindarf. Im
Extremfall kann das auch die eigene
Ehefrau sein, die ihm mal "was Gutes"
gönnen will. Wenn Sie als Gast
kritisch und aufmerksam sind, werden Sie
feststellen, daß es leider in ganz
Deutschland höchstens 4 Clubs gibt,
bei denen Prostituierte keine Chance
haben. Wichtig ist auch noch:
Begrüßen und verabschieden die
Clubinhaber oder Geschäftsführer
ihre Gäste selbst oder
überlassen sie das einem "Butler",
dem dann natürlich leicht "Fehler"
unterlaufen können, für die das
Management nicht verantwortlich
zeichnet.
Raum
nur für Paare.
Man
sollte sich erkundigen, ob es einen Raum
gibt, in dem man vor zudringlichen
"Jägern" geschützt ist.
Vielleicht haben andere Clubs auch andere
Möglichkeiten, diesen Schutz zu
bewirken. Bei uns ist das so, daß es
einen Raum gibt, der "nur für Paare"
bestimmt ist. Will der "Jäger" dort
hinein, so muß seine unwillige
"Mieze" mitgehen, alleine ist der Zutritt
untersagt. Tut er es trotzdem, so werden
sich die anwesenden Paare beschweren,
nützt das nichts, so erfahren wir das
sicher sofort und er fliegt aus dem Club
hinaus.
Und
noch eine unangenehme Spezies Mensch hat
dort keine Chance: die sogenannten
Spanner. Das sind Voyeure der
aufdringlichen Art, die gar nicht nahe
genug an die "Akteure" herankommen
können, allerdings, ohne zu
berühren. Die meisten Gäste
fühlen sich gestört. Im Maihof
gibt es noch eine weitere
Möglichkeit, sich
zurückzuziehen: Das Schwalben-Nest
und das Storchen-Nest. Diese sind von
innen abschließbar, dann leuchtet
außen ein rotes Licht auf. Bei
grün ist das Nest entweder leer, oder
ein Paar darin hätte gerne noch
Gesellschaft.
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