|
|
Warum
eine "Liebesschule"?
Stammgäste
wissen, daß das Tauschen der Partner
im Maihof keineswegs
selbstverständlich ist. Ca 30 % der
Paare tauschen grundsätzlich nicht,
ohne deswegen gleich prüde zu sein.
Die meisten Tauschwilligen sind durchaus
wählerisch, sie erwarten von den
Wunsch-Partnern eine gewisse Grundhaltung
- und vor allem: Sympathie ist
erforderlich und die Chemie muß
stimmen. Und wenn es denn dazu kommt,
sollte Zärtlichkeit, Respekt und
zivilisiertes Benehmen oberstes Gebot sein
- dies zu erreichen ist ein Grund für
diese Zeilen.
Im
Forum melden sich immer wieder frustrierte
Männer, die sich darüber
beschweren, daß nicht genügend
Frauen tauschbereit seien. Es wird gar auf
die "schwarze Messe" und den
"Sündenpfuhl" verwiesen, beides
Spiele, die sich an tauschwillige Paare
wenden. Dies deckt sich mit meiner
Erfahrung nicht.
"Geben
ist seliger denn Nehmen." Dieser Satz
könnte von dem großen deutschen
Philosophen Franz Müntefering
stammen, ist aber ein Bibelspruch. Er
könnte ergänzt werden mit "denn
denen, die geben, wird auch gegeben
werden". Ein bekannter Akademiker, Ass in
seinem Beruf, beschwerte sich in gleicher
Weise bei mir. Auf meine Frage, wie weit
er sich denn bemüht habe, die
abweisende Dame zu becircen, sah er mich
entsetzt an: "Auch noch becircen?
Wofür kommt die denn hierher?" - Ohne
auch nur einen Gedanken an die Tatsache zu
verschwenden, daß ja auch seine
eigene - leidgewohnte- Frau hergekommen
war!
Bei einer schwarzen Messe verwöhnte
ein älterer Herr - gentleman - eine
recht junge Frau oral nach allen Regeln
der Kunst. Aber - habe es schon wieder mit
der Bibel: "Der Geist war willig, doch das
Fleisch war schwach". Meinte der
ältere Herr nach längerem
Bemühen beiderseits: "Wie schade,
daß ich ein alter Mann bin". Kam
prompt mit Kuss und zärtlicher
Umarmung die Antwort: "Aber ein
fantastischer Liebhaber"
Lernt
man was daraus? Die eigentlich
Angesprochenen vermutlich
nicht.
Es
steckt auch ein Stückchen
Liebeskultur darin, wenn der "Meister" bei
der schwarzen Messe darum bittet, seine
Bemühungen nachzuahmen, "nicht mehr
und nicht weniger". Während der
Meister seine Hände an ganz neutralen
Stellen einige Millimeter über die
Haut der "Opfer" schweben läßt
und vielleicht eine wohlige Gänsehaut
auslöst, grapschen die ersten
Ungeduldigen schon grob und gierig an die
Brust. Wo feine Zärtlichkeit angesagt
ist, kommt rohes Macho-Gehabe zum
Vorschein. Aber: Die Damen haben zwar eine
Kapuze auf, aber sie sind ja nicht blind.
Wen wundert's, wenn sie sich im weiteren
Verlauf der Zeremonie solchen "Liebhabern"
verschließen?
Nur
die Groben wundern sich. Die gehen davon
aus, daß die - meist freiwilligen -
"Opfer" auf dem Altar der Liebe im
schwarzen Keller unersättliche,
liebestolle Nymphomaninen sind, wie das in
schlechten Porno-Filmen dargestellt wird.
Von vielen tausend Frauen, die bei uns
verkehren, habe ich in über 20 Jahren
bisher nur 2 kennengelernt, die dieser
Vorstellung entsprachen. Und die
fühlten sich bei uns nicht wohl.
Frauen
möchten begehrenswert sein. Von
diesem allgemein verbreiteten Wunsch leben
Milliarden-Industrien - man denke nur an
Kosmetik- Parfüm- und Mode-Firmen.
Nicht -einmal grob gesprochen - als
personifizierte Vagina, nein, als Person,
als Idividuum, als einzigartiges Wesen in
einer mehr und mehr sich vermassenden
Welt. Ihr dieses Gefühl zu geben, ist
die Kunst aller wirklich guten Liebhaber,
mögen sie nun Casavova / Don
Juan heißen oder heute
gebräuchliche Namen tragen. Wer diese
grundsätzliche Achtung der Person
nicht mitbringt, wird meistens
enttäuscht werden, selbst bei einer
so freizügigen Veranstaltung wie der
schwarzen Messe.
Also:
Geht in Euch, Ihr frustrierten Liebhaber:
Es kommt nicht darauf an, besonders
"schön" , jung und knackig, auch
nicht darauf, körperlich besonders
gut ausgestattet zu sein, sondern darauf,
eine positive, achtungsvolle Einstellung
zu haben, dann wird der Erfolg - meist -
nicht ausbleiben. Meist: Alle Regeln haben
Ausnahmen. Manchmal hilft tatsächlich
aller Charme nichts - die Erwählte
bleibt spröde. Na, und?
Häufig
hat solche Spröde auch ganz andere
Gründe. Frauen pflegen sich in aller
Regel, achten auf sich und ihr Aussehen.
Männer neigen eher dazu, sich gehen
zu lassen, leider gehöre ich selbst
auch dazu, muß manchmal den inneren
Schweinehund überwinden, um mir die
überlangen Nägel an Fingern und
Zehen zu schneiden, die
häßlichen Haare aus Ohren und
Nase zu entfernen usw. Aber die Chancen
bei Frauen schwinden sehr, wenn man
ungepflegt ist. Häßlich ist
verzeihbar, dafür kann man nichts,
aber schmutzig und ungepflegt nicht.
Ich
denke, daß auch das negative Image
mancher Politiker damit
zusammenhängt. Wenn schon einer den
Mund aufmacht und seine Zahn-Ruinen zeigt,
spürt man förmlich durch den
Bildschirm den schlechten Mundgeruch -
wenn der in einem Club wirklich zu riechen
ist, wird der Typ nicht gerade ein
Sex-Strahler sein. Gleiches gilt für
die schweiß-starken Stellen unter
den Achseln und zwischen den Beinen - also
duschen und ganz wenig - aber wirklich nur
einen Hauch - Deo, Rasierwasser oder
Herren-Parfüm verwenden. In
Liebesdingen ist die Nase ein
äußerst wichtiges Organ. Wer
sich "nicht riechen" kann, wird sich nicht
näherkommen. Nach dem
Toiletten-Besuch sollte Waschen
selbstverständlich sein. Der
durchdringende Geruch von Stuhlgang oder
Urin törnt total ab. Wer sich nicht
jedesmal duschen will, kann auch ein Bidet
benutzen, das gilt auch für
Männer!
Und
dann die sogenannte Sex-Technik!
Darüber wird später noch zu
sprechen sein, aber eine eigene,
unvergessliche Erfahrung vorab:
Vor vielen, vielen Jahren - als ich noch
jung und knackig war - hatte ich
längere Zeit eine hochintelligente
und auch noch kluge Geliebte. Und die
sagte mir ganz unverblümt, was Sache
ist.
Weil es mir nicht gelang, sie oral und
manuell bis zum Höhepunkt zu
stimulieren, wurde ich immer heftiger,
aber es half nichts. Da unterbrach sie
mich und erklärte mir: Frauen
können schon sehr leidenschaftlich
sein und dann auch richtig loslassen. Aber
das Allerwichtigste ist der Weg dahin. Der
muß ganz behutsam, vorsichtig und
einfühlsam gegangen werden. Langsam,
langsam, langsam! Schon ein zarter, warmer
Hauch macht die Clitoris hellwach, die
Spitze der Zunge ganz leicht
berührend - will hier keine
pornografische Anleitung geben, aber: Nur
allmählich steigern und immer streng
darauf achten, daß es nicht weh tun
kann. Es kann dann einen Zustand geben, an
dem Schmerz nicht mehr wahrgenommen wird,
das ist dann das Nirwana der Masochisten.
Somit zurück zur Bibel: Geben ist
seliger denn Nehmen.
Ganz
schlimm: In einer Ecke der Spielwiese,
auf der sich mehrere Paare vergnügen,
manchmal auch auf dem Gang vor offener
Tür, hocken oder stehen einige
Männer, die sich laut und ungeniert
über so hoch-erotische Themen
unterhalten wie
Kasko-Kraftfahrzeug-Versicherung.
Verhalten
der Frauen.
Die
meisten Fehler, die oben beschrieben sind,
machen Frauen nicht. Die schon mal
zitierte kluge Geliebte sagte mir auch:
"Alle Teile meines Körpers werden
immer so sein, daß Du dich vor mir
nie ekeln wirst." In einem ihrer
Bücher zitierte Pearl S. Buck die
Weisheit der Chinesen, die den Frauen
anrät, vor jedem engem Kontakt mit
einem Mann "alle Öffnungen des
Körpers" gründlich zu waschen
und mit einem Tropfen Parfüm zu
salben. Für den Mund heutzutage
vielleicht ein Deo statt
Parfüm?
"Es
gibt keine impotenten Männer, nur
inkompetente Frauen" - in dieser
Verallgemeinerung ein absolut dummer
Spruch, aber "cum grano salis" - mit einem
Körnchen Weisheit.
Es
gab im Maihof eine sehr attraktive Dame,
sehr gepflegt, sehr symphatisch, sehr
schone Kurven, aber trotzdem: Männer,
die schon einmal das "Vergnügen"
hatten, intim mit ihr bekannt zu werden,
flüchteten panikartig, wenn sie
wieder auftauchte. Um mal einen Vergleich
mit dem Essen zu ziehen: Sie dinierte
nicht, sie speiste nicht, sie ass nicht -
sie fraß. Da wurde kräftigst
zugelangt, das beste Stück des Mannes
zangenartig ergriffen, als wäre es
ein gußeisener Pumpenschwengel und
nicht mehr losgelassen bis das Quellwasser
fließen sollte - jedoch nur selten
floß. Es gibt natürlich
Männer, die auf solche
Überwältigung stehen, den
meisten tut es schlicht und einfach weh,
sie protestieren zunächst mit
Gebärden und Rückzug, notfalls
dann schreien sie mal schmerzhaft auf, was
prompt auch noch als Lustschrei gedeutet
werden kann mit der Folge: es geht noch
heftiger weiter. Wie wehrt man sich als
Mann dagegen? Da sie offenbar nie merkte,
was eigentlich vorging und die meisten
Männer - wohlerzogen - nichts direkt
sagen wollten, gab es nur eine
Möglichkeit - wie oben beschrieben -
sie zu meiden.
Das
ist allerdings ein absoluter Extrem-Fall.
Dennoch muß man anmerken, daß
manche Frauen ganz schön fest
zugreifen, was nur wenige Männer
antörnt. Diesen kann ich nur das
gleiche raten, wie den Männern:
Zärtlich, zärtlich und nur
fester werden, wenn es offensichtlich
gefällt.
Ein
anderer Fall, der leider nicht ganz selten
ist: Die Dame läßt alles
über sich ergehen, bleibt aber
völlig passiv. Grob verglichen wie
eine Gummi-Puppe. Selbst diese ist
manchmal aktiver, wenn nämlich ein
Vibrator eingebaut ist. Mitunter habe ich
den Eindruck, daß sie sich nicht
traut, aktiv zu werden. Vielleicht
möchte sie nicht, daß ihr
eigener Partner das Gefühl bekommt,
der andere Mann sei besser. Vielleicht ist
es auch nur mangelnde Erfahrung mit einem
fremden Mann, die ungewohnte Umgebung, die
neue Situation. Männer wollen schon
auch erwünscht sein, genießen
es, eine Frau zu stimulieren, ihr eigener
Orgasmus ist viel schöner, wenn Beide
dazu beitragen. Ein erfahrener Liebhaber
wird also versuchen, den starren
"Eisblock" aufzutauen, aber irgendwann
wird er sich doch frustriert abwenden,
wenn alles nichts hilft.
Das
Gegenteil, der gespielte Orgasmus: Die
meisten Männer merken es gar nicht
oder wollen es gar nicht merken, wenn eine
Dame einen Orgasmus nur vortäuscht.
Mitunter mit heftigen Bewegungen, vor
allem aber mit künstlich klingenden
Lust-Schreien. Immerhin gibt sie sich
Mühe und darin kann man ein
Kompliment sehen. Es gibt nur ganz wenige
Frauen, die - ähnlich wie Männer
- ejakulieren. Da weiß man es dann.
Sonst ist es eine Frage des
Feingefühls, zu Wissen, ob es
geklappt hat.
Schlimm:
Damen mit spitzen, stählernen
Bajonett-Absätzen - oder Schuhen im
Bett überhaupt! - die andere
gefährden, große Löcher in
Bezüge und Matratzen pieksen, die
dann aussehen wie ein schweizer Käse
und gewechselt werden müssen. Diese
Damen sollten einen Waffenschein
beantragen!
Die
erogenen Zonen.
Zugehört:
Eine Dame vergnügt sich mit einem
sehr ausdauernden Mann, dessen Freundin
liegt daneben, streichelt seinen
Rücken. Kleine Pause. Dame, schnauft:
"Dein Freund ist ja eine echte Kanone,
hört überhaupt nicht mehr auf."
Freundin: "Ich muß nur seine Hoden
streicheln, dann kommt er sofort!" Mann:
"Untersteh Dich!"
Was
lernt man daraus? Wenn auch fast die ganze
Haut jedes Menschen eine Art erogener Zone
ist, so sind doch manche
Körperstellen mit sehr viel mehr
feinen Nerven-Enden ausgestattet als
andere. Wenn man dem Anderen eine
besondere Freude machen will, muß
man wissen:
1.) Wo sind diese besonders erogenen
Zonen?
2.) Wie aktiviert man diese am
bestem?
Wird
fortgesetzt.
|